Am Frühstücksbuffet werden Hotelgäste zu Barbaren

Frühstücksbuffets in Hotels sind eine prima Sache – eigentlich. Doch kulinarische Vielfalt, Kostenkalkulation und menschliche Triebe sind unvereinbar. Ein Blick auf Rührei-Imitate und gierige Gäste.

Die Welt wartet hinter gestapeltem Kochschinken und verkohltem Toast. Da draußen gibt es eine fremde Stadt zu entdecken, aufregende Orte, schöne Menschen, großartige Bauwerke. Aber zwischen uns und dem Leben liegt das Frühstücksbuffet, es hält uns in der Zwischenwelt der Hotelrestaurants gefangen. Wo sich der Zitrusduft eines Entkalkungsmittels in das Meeresbrise-Raumspray mischt.

Aus der angrenzenden Küche ist Gläserklirren, Tellerklappern und das Klingeln mehrerer Mikrowellen zu hören. Mobiliar und Dekoration von Frühstücksräumen wechseln, die akustische Untermalung durch Küchengeräusche gehört jedoch ebenso verlässlich zum Hotelfrühstück wie das absolut standardisierte Buffet.

Auch wer noch nie zuvor in einem Hotel war, weiß sicher, dass sich auf langen Tischreihen Schüsseln und Schälchen häufen, Edelstahlbehälter, Etageren, Abdeckhauben, Saftpressen und Pumpkannen, Quetschflaschen, Brezelständer, Schneidebretter, Serviettenspender und Besteckbehälter. Nur Teller sind nie in ausreichender Anzahl vorhanden.

Frühstücksbuffets tun so, als ob sie den Gästen alle Wünsche erfüllen wollten. Doch in Wirklichkeit sind sie ein optische wie kulinarische Zumutung. Und ermuntern den Gast, sich schon morgens von seiner unvorteilhaftesten Seite zu zeigen.

Viel Raum im klassischen Frühstücksbuffet nehmen die Warmhaltestationen ein. Im Inneren dieser silbernen Särge mit Rolltop-Deckeln brüten labbrige Reibekuchen, wabbelige Eierspeisen, wellige Speckscheiben und knallharte Fleischklößchen ihrer abendlichen Resteverwertung entgegen. Butterpäckchen in Eiswürfelschalen und Marmelade in Miniportionspackung und bleiche Wurstscheiben sind ebenso unvermeidbar wie Trockenfrüchte, die als altägyptische Grabbeilagen durchgehen könnten.

Vertrautes in der Fremde

Buffets sind Déjà-vu-Garanten. Genau deshalb klagen wir zwar stets über diese Form der Hotelgast-Speisung, balancieren unsere Teller aber immer wieder am Buffettisch entlang: Es ist uns vertraut. Diese morgendliche Prozedur läuft fast überall auf der Welt nach den gleichen Regeln ab.

Wenn wir uns in der Fremde unsicher und unbeholfen fühlen, schenkt uns ein Buffet Vertrautheit. Wir müssen uns nicht den neugierigen Blicken der Einheimischen aussetzen, wenn wir ortsunkundig und schlimmstenfalls der Sprache unseres Reiselandes nicht mächtig, mit peinlicher Pantomime versuchen, Essen zu bestellen.

Und wir müssen auch nicht zweifeln, ob das Grün in der Suppe Seetang oder etwas aus der asiatischen Gruselküche ist. Die Gleichförmigkeit der internationalen Buffetkultur wirkt in der ganzen Palette ihrer natürlichen und künstlichen Lebensmittelfarben beruhigend auf uns.

Den Preis dafür zahlen wir mit der Enttäuschung über warm gehaltene Omelette-Tragödien und Wurstbriketts. Auf der Beschwerdeliste von Buffetgästen rangieren schwitzender Käse und Wurst in grauen Wellen weit oben, dicht gefolgt von der Rate-was-ich-sein-könnte-Pampe, die in Kantinennäpfen vor sich hin darbt.

Liebe Foodstylisten, die ihr vom Erdbeereis bis zur Erbsensuppe alles so appetitlich herzurichten vermögt: Könnte euch ein zweites Standbein in der Hotelbranche nicht locken?

Die Freiheit führt zur Barbarei

Wer behauptet, das dicke Ende komme stets zum Schluss, stand noch nie frühmorgens in einer Schlange vor Fertigmüsli und Teebeutelboxen. Dabei sind Buffets prinzipiell doch eine großartige Idee. Ein Potpourri verschiedenster kulinarischer Spezialitäten, von denen sich jeder Gast nach seinen Vorlieben bedienen kann.

Doch diese Wahlfreiheit führt zur Buffet-Barbarei. Wie der Falke auf die Feldmaus stürzt sich der Gast auf gebratenen Speck, durchwühlt den Brotkorb auf der Suche nach dem letzten Mohnbrötchen, zweckentfremdet die Käsezange zum Ergreifen der Mortadella-Röllchen und trinkt, weil doch die Gläser so klein sind, gleich am Buffet den ersten Orangensaft, den Krug zum sofortigen Nachfüllen in der Hand.

“Nun rücken Sie schon weiter, andere wollen auch mal ran!”, vernimmt man aus Richtung der Räucherlachsplatten. Nebenan hingegen herrscht kein Andrang mehr, nachdem ein älterer Herr geräuschvoll in den Heringssalat geniest hat.

“Da spießt man, was aufzuspießen ist, die Faust um die Gabel geballt. Mit feurigem Blick und mit Schaum vor dem Mund kämpft jeder für sich allein, und schiebt sich in seinen gefräßigen Schlund, was immer hineinpasst, hinein.” Anfang der 70er-Jahre wusste Reinhard Mey davon zu singen, dass Buffets nicht unser bestes Benehmen zutage fördern.

Was spielt sich da allmorgendlich nur ab? Komödie, Tragödie oder Kabarett? Wie viel muss man essen, um das herauszufinden? Und gibt es eigentlich schon Studien zur Mimik des Servicepersonals? Dienen ist Berufung, Zuschauen bei der Selbstbedienung eine Zumutung.

“Für den Hund?” – “Nö, für den Opa”

Zu den drei Kernkompetenzen des Buffet-Gastes gehören: Fotografieren der Speisen, Klage über fehlende Kaffeelöffel und das Hamstern. Perfektioniert hat er vor allem Letzteres. Da gleiten Müsliriegel in geöffnete Handtaschen, da beulen sich die Jackentaschen der Äpfel-Schmuggler.

Was lehrt die Hotelfachschule für solche Fälle? Was tun, wenn Würstchen um Würstchen gar nicht erst auf dem Teller landet, sondern direkt zum Mitnehmen in die Serviette gewickelt wird? Wegschauen?

Eine Servicekraft, die den Blick nicht schnell genug in die Teppichschlingen versenken konnte, versuchte der Würstchen-Diebin zu einem Alibi zu verhelfen und fragte: “Für den Hund?” “Nö, für den Opa”, erhielt sie als Antwort.

War das nur dreist oder wirklich frei von Schuldbewusstsein? Niemand hält eine solche Szene heute noch für eine Aufnahme mit der versteckten Kamera, und Hoteliers bringen auch längst keine Hinweistafeln mehr an: “Bitte keine Speisen und Getränke vom Buffet auf die Zimmer nehmen!”

Wie sich das Gastgewerbe rächt

Solche Gebote verlangen bei Nichtbefolgen schließlich auch Maßnahmen, und wie sollte man einen Gast strafen? Ihm vor versammelter Mannschaft die geschmierten Brote wieder aus dem Rucksack holen oder die Decke des Kinderwagens lupfen lassen, in dem Orangen und Bananen zwischengelagert werden? Lieber nicht.

Das Gastgewerbe rächt sich für schlechtes Benehmen viel geschickter – mit Rührei-Imitaten aus Eipulver, Wasser und zu viel Salz. Und mit metallisch schmeckendem Kaffee. Es lässt seine Gäste in Bowlen nach traurigen Dosenobststückchen fischen und das Fertigmüsli aus Kästen ziehen, die aussehen wie ehemalige Kaugummiautomaten – und das alles in der Zeit zwischen 7 Uhr und 10 Uhr, sonntags auch zwischen 7.30 Uhr und 11 Uhr.

So sieht professionelle Erniedrigung aus, und das effektivste Werkzeug dazu ist ein Toaster mit sechs Schlitzen. Darin lassen sich bis zu zwölf Scheiben gleichzeitig rösten. Das ist kein exzellenter Service, sondern ein hinterhältiger Konfliktstifter. Wer hat seinen Toast wann in welches Fach gesteckt? Wer hat den Stufenregler verstellt und die maulwurfschwarzen Schnitten verschuldet? Das dürfen die Gäste ganz unter sich ausmachen.

Selbstachtung verliert gegen Raffgier

Der Buffet-Irrsinn gehört nicht zu den großen Mysterien der Menschheitsgeschichte. Es liegt einfach in unserer Natur, immer als Erster das Beste bekommen zu wollen. Wo aber hört harmloser Hamstertrieb auf, wo fängt Plünderei an, und macht es für unser Karma keinen Unterschied, ob wir für später ein Rosinenbrötchen mitgehen lassen oder gleich vier? Selbstachtung verliert gegen Raffgier. Bezahlt ist schließlich bezahlt!

Es gibt auch vorbildliche Buffets. Klein und fein, mit Käse, Quark und Joghurt aus der Dorfkäserei, selbst gemachter Marmelade, Bio-Eiern aus regionaler Freilandhaltung und heimischen Birnen statt importierter Bananen. Kaffee wird auf Wunsch frisch zubereitet. So sieht die beste aller Buffet-Welten aus – nachhaltig und lecker.

Doch mit der Qualität des Frühstücks verbessert sich das Benehmen der Gäste nicht zwangsläufig. Pfannkuchen-Logik kann man dieses Phänomen nennen. Menschen, die daheim nie frühstücken, höchstens einen Kaffee trinken, verwandeln sich im Hotel zu Liebhabern von Blaubeerpfannkuchen, Schoko-Muffins und Birchermüesli.

Man gönnt sich’s ja sonst nicht, lautet in diesen Fällen die Devise, und schon ist die Buffet-Idylle im Kampf um das letzte Bio-Mehrkornbrötchen dahin. Wie wäre es zur Abwechslung mal nur mit einem Sonnenaufgang zum Frühstück?

Betrug mit Ferienwohnungen: Hohe Dunkelziffer?

Westerland/Sylt – Im Fall von Betrügereien mit nicht existierenden Ferienwohnungen auf Sylt rechnet die Polizei mit einer hohen Dunkelziffer.

16 Fälle mit einem Schaden von insgesamt 30.000 bis 40.000 Euro seien angezeigt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Ermittler rechnen mit weiteren Anzeigen. Den Betroffenen rät die Polizei, sich in jedem Verdachtsfall an die Beamten zu wenden. Die Täter hatten auf einem Internetportal Ferienwohnungen zur Miete angeboten, die es gar nicht gab. Für diese hatten sie Anzahlungen von jeweils mehreren hundert Euro kassiert.

Immer mehr Flugausfälle und -verspätungen

Saarbrücken – Die Zahl der gestrichenen und verspäteten Flüge an Deutschlands fünf größten Flughäfen ist im vergangenen Jahr offenbar deutlich gestiegen.

Insgesamt seien 28.115 Flüge ganz ausgefallen oder mehr als drei Stunden verspätet gestartet oder gelandet, berichtete die “Saarbrücker Zeitung” (Montagsausgabe). Sie berief sich auf Daten der Amsterdamer Firma EU-Claim, die der Bundestagsfraktion der Grünen übermittelt worden seien. Von den Störungen betroffen waren demnach rund 4,8 Millionen Passagiere.

Zwar ist ab drei Stunden Verspätung normalerweise eine finanzielle Entschädigung für Flugreisende fällig, allerdings ging ein Großteil der Störungen laut der zitierten Statistik auf höhere Gewalt zurück, für die es kein Geld gibt. Mit 11.874 entschädigungsfähigen Vorkommnissen wurden dem Zeitungsbericht zufolge zehn Prozent weniger verzeichnet als 2012. Trotzdem hätten noch immer fast zwei Millionen Passagiere Zahlungen beanspruchen können.

Für die vielen Ausfälle und Verspätungen waren demnach vor allem plötzlicher Eisregen im Januar und Wintereinbrüche zu Jahresbeginn verantwortlich. Auch der Pilotenstreik habe mit mehr als 4000 Totalausfällen und über tausend Verspätungen zu Buche geschlagen.

Pilot verliert kurz vor Landung Armprothese

Ein Pilot der britischen Fluggesellschaft Flybe hat beim Landeanflug auf den City-Airport von Belfast seine Armprothese verloren. Glücklicherweise ist der Kapitän sehr erfahren.

Der 46-Jährige habe die Maschine dennoch sicher zu Boden bringen können. Keiner der 47 Passagiere auf dem Flug von Birmingham in die nordirische Hauptstadt sei verletzt worden. Auch die Maschine vom Typ Dash-8 sei bei der harten Landung unbeschädigt geblieben, erklärte die britische Luftfahrtaufsicht am Donnerstag zu dem Vorfall vom Februar. Die Fluggesellschaft erklärte, sie sei stolz darauf, die Rechte Behinderter zu wahren. „Der Kapitän, um den es geht, ist einer von Flybes erfahrensten Piloten“, sagte ein Sprecher.
Schlechtes Wetter bei der Landung

Die Prothese habe sich in einer Phase der Landung sehr kurz vor dem Bodenkontakt gelöst, hieß es im Bericht der Luftfahrtaufsichtsbehörde (AAIB). Dadurch habe der Kapitän kurz die Kontrolle über die Maschine verloren. Wegen der kurzen Zeit bis zur Landung und der schwierigen Flugbedingungen bei schlechtem Wetter habe sich der 46-Jährige entschlossen, nicht dem Co-Piloten das Kommando zu übertragen.

Junge Mediziner wollen nicht Landarzt werden

Junge Ärzte ziehen nicht gern aufs Land. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Verdienstmöglichkeiten und das vermeintlich aufregendere Leben in Ballungszentren sind Faktoren, die es Jungmedizinern schwer machen, in eine fremde Gegend zu ziehen. Durch Angebote der Weiterbildung zum Facharzt soll dieser Mißstand gemildert werden.

Die Landkreis-Initiative stadtlandpraxis macht es sich zur Aufgabe, den Ärztemangel auf dem Land zu bekämpfen und vermittelt junge Assistenzärzte in ländliche Praxen. Auch in der Nähe von Metropolen ist der Arztmangel oft akut. Dabei dürfen Ärzte mittlerweile in der Großstadt wohnen bleiben, wenn sie dafür auf dem Land praktizieren.

Dennoch ist die Vermittlung alles andere als leicht. Denn neben den beruflichen Rahmenbedingungen müssen auch die Lebensentwürfe der Ärzte mit dem Leben auf dem Land zusammenpassen. Bei der 31-jährigen Ärztin Dorothee Meyer hat es geklappt: „Für uns als Familie ist das die ideale Lösung: Wir leben gern im Grünen auf dem Land und haben die Großstadt Hamburg doch ganz in der Nähe.”

Meyer setzt ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin in der Hausarztpraxis von Jörg Fischer und Lilli Blaut in Hollenstedt fort. Auch ihr Partner hat in der Region eine Stelle als Assistenzarzt gefunden. „Durch die Großstadtnähe haben wir hier gute Bedingungen für eine optimale medizinische Versorgung unserer Patienten”, ergänzt Fischer. “Und durch die ländliche Struktur kennen wir unsere Patienten sehr gut und können sie ganzheitlich betreuen.“

Fischer sieht in der gegenwärtigen Situation in seiner Praxis auch die Bestätigung eines Trends – und zwar weg vom Praxischef hin zum angestellten Arzt, berichtet die Ärztezeitung. „Ich lege in meiner Praxis den Schwerpunkt auf Teamarbeit, steuere das Praxis-Management aber als Unternehmer bewusst allein. Angesichts der hohen medizinischen Anforderungen ist der traditionelle Landarzt als Einzelkämpfer nicht mehr zeitgemäß.“ Bei jungen Frauen und Familien ist die Sicherheit und Flexibilität dieses Modells attraktiv.

Kurz nachdem Meyer sich bei der Initiative gemeldet hatte, bekam sie ganze sechs Angebote von Hausärzten. Doch nur wenige wagen den Sprung aufs Land. Viele Nachwuchsmediziner werden nach dem Studium von großen Klinikkonzernen umworben.

Statt Lübeck: Ryanair fliegt künftig ab Hamburg

Lübeck – Der irische Billigflieger Ryanair weicht nach der Einstellung seiner Flüge von und nach Lübeck nach Hamburg aus. Von Oktober an werde das Unternehmen einmal täglich von Hamburg nach Lissabon und dreimal wöchentlich nach Porto fliegen, teilte die irische Firma am Dienstag mit. Im Juni hatte Ryanair angekündigt, seinen Flugbetrieb von und nach Lübeck wegen der unsicheren Situation des insolventen Flughafens Blankensee von August an komplett einzustellen. Inzwischen hat der Regionalflughafen einen neuen Betreiber. Ob Ryanair Lübeck 2015 wieder in seinen Flugplan aufnimmt, ist noch unklar. Dem Flughafen Lübeck soll ein Investor helfen. Vergangene Woche wurde vom Lübecker Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) verkündet, dass der Flughafen Lübeck doch nicht komplett geschlossen werden muss, da es einen neuen Investor aus China gibt: Yongqiang Chen. In die Insolvenz geriet der Flughafen, nachdem der bisherige Besitzer Mohammad Rady Amar mit seiner inzwischen aus dem Handelsregister gestrichenen Firma Yasmina untergetaucht war. Pacht war der Deutsch-Ägypter der Stadt schon länger schuldig geblieben, hatte aber auf vertraglich zugesicherte Hilfen zum Ausbau gepocht. Über Yongqiang Chens Puren-Gruppe (oder Po Yan) ist kaum etwas bekannt, angeblich betreibt sie in China unter anderem Krankenhäuser. Dennoch haben die Ratsherren der Hansestadt Lübeck schon einmal in einer geschlossenen Sondersitzung dem Kaufvertrag zugestimmt. Der Chinese habe kein Rückgaberecht, und er übernehme den alten Vertrag der insolventen Yasmina, teilten sie mit. Das bedeutet zwar für Lübeck Kosten von 5,5 Millionen Euro als Zuschuss für den geplanten Ausbau, dafür muss die Kommune aber nicht mehr den Flughafen mit potenziell noch höheren Betriebs- oder Abwicklungskosten unterhalten – und hat die Aussicht auf 400.000 Euro Pacht im Jahr. Zunächst könnte es jedoch eher in Richtung null gehen. Für August, wenn der Vertrag mit Puren gültig wird, hat Hauptkunde Ryanair den Stopp aller Flüge in Lübeck angekündigt. Schon zuvor hatte die irische Fluglinie sich weitgehend zurückgezogen, mit der 1999 der Traum vom internationalen Flughafen in Lübeck begann. Wie andernorts auch hat der Billigflieger den Provinzflugplatz mit Dumping-Gebühren und Marketingzuschüssen des Flughafens an die Airline ausgenutzt. Eine Rückkehr zum Winterflugplan hat Ryanair zwar nicht ausgeschlossen, aber dafür müsste Lübeck wohl abermals etwas bieten. Die Fluglinie selbst müht sich derzeit, vom Discount-Image wegzukommen und auch die zentralen Flughäfen anzufliegen statt nur abgelegene Regional-Airports

Wie sich mit Smartphone-Fotos die Urlaubskasse aufbessern lässt

Egal ob es die Deutschen eher ans Meer oder in die Berge zieht, in der Urlaubszeit entstehen Jahr für Jahr unzählige Fotos. Einige davon landen in sozialen Netzwerken oder privaten Fotobüchern, doch der Großteil bleibt ungenutzt auf den Speicherchips oder Festplatten. Dabei könnten sich ihre Besitzer einen Nebenverdienst verschaffen, indem sie die Bilder bei Europas größter Online-Bildagentur Fotolia verkaufen – und dafür brauchen sie nur noch ihr Smartphone.

Fotolia ist ein Online-Marktplatz, auf dem Millionen von Bildern zu günstigen Preisen zu finden sind. Jeder kann hier seine Fotos anbieten, wenn sie gewissen Standards in Bezug auf Qualität und Auflösung entsprechen sowie ein attraktives Motiv zeigen. Für jeden Download erhält der Fotograf eine Provision am Verkaufspreis. Um als Hobbyfotograf bei Fotolia Verkaufserfolge zu erzielen, benötigt man nicht mal mehr eine klassische Fotoausrüstung – die Kameras von Smartphones liefern inzwischen eine ausreichend hohe Qualität. Und die beste Kamera ist diejenige, die man sowieso immer dabei hat.

Aus diesem Grund hat Fotolia eine kostenlose App für iPhone und Android entwickelt, die speziell für das Fotografieren mit dem Smartphone gedacht ist: Über Fotolia Instant kann jeder in wenigen Schritten seine per Smartphone aufgenommenen Fotos direkt bei Fotolia hochladen und dort einem Kreis von ca. fünf Millionen Kunden zum Kauf anbieten. Bisher sind bereits mehr als 50.000 Bilder über Fotolia Instant verkauft worden. So lässt sich auch ohne teures Fotoequipment oder eine professionelle Ausbildung die Urlaubskasse quasi nebenbei aufbessern – wenn ein paar wichtige Tipps beachtet werden.

Stephan Griesenbrock, der als erfolgreicher Microstock-Fotograf bei Fotolia bereits mehrere tausend Fotos verkauft hat, erklärt, was es beim Fotografieren mit dem Smartphone zu beachten gibt, damit sich die Bilder über Fotolia Instant möglichst gut verkaufen lassen. Die Tipps gelten natürlich genauso für die Verwendung herkömmlicher Kameras:

1. Das passende Motiv

Der Sommerurlaub bietet die ideale Gelegenheit für das Knipsen von Smartphone-Fotos, die bei Bilderkäufern auf Interesse stoßen. Denn die meistverkauften Bilder der Instant Collection zeigen Aufnahmen junger Menschen, die Spaß in der Natur haben, Partys feiern, Eis essen, im Pool baden oder einfach nur Musik hören und relaxen. Sie zeichnen sich durch Sonne, Freude, helle Farben und eine spontane, authentische Atmosphäre aus. Weiterhin gilt für die Suche nach dem passenden Motiv: Je ungewöhnlicher und lebhafter, desto besser. Fotos von Pflanzen, Haustieren und den klassischen Sonnenuntergang am Strand gibt es schon so zahlreich wie den sprichwörtlichen Sand am Meer. Spannende Aufnahmen von Landschaften oder lebhafte Fotos von Menschen und Tieren in Bewegung haben weitaus größere Verkaufschancen.

2. Mehr Erfolg in der Gruppe

Der Urlaub ist auch deshalb so geeignet für Smartphone-Fotos, da man für gewöhnlich in einer Gruppe unterwegs ist, sei es die Familie oder der Freundeskreis. Gruppenfotos sind bei Bildagenturen sehr beliebt, doch es gibt vergleichsweise wenig, da es im Alltag oft mühsam und auch teuer ist, mehrere Models zu finden. Im Urlaub spart man sich diesen Aufwand, da die Gruppe praktisch immer dabei ist – aber ohne Einverständnis der Reisebegleiter geht natürlich nichts (siehe Tipp 7).

3. Nah ran für schärfere Bilder

Fotos wirken immer besser, wenn sie aus der Nähe aufgenommen werden und alle Details gut erkennbar sind. Das gilt auch und erst recht für das Smartphone. Die Zoomfunktion reduziert die Bildqualität und sollte deshalb nur so weit benutzt werden, solange sie keine Unschärfe erzeugt. Alternativ gibt es für immer mehr Smartphone-Modelle Objektive zum Aufstecken, die ein größeres Zoomen erlauben. Doch auch diese reichen qualitativ oftmals noch nicht an klassische Objektive heran. Grundsätzlich sollte man daher so dicht wie möglich an das zu fotografierende Objekt herangehen.

4. Ins richtige Licht rücken

Eine gute Ausleuchtung des Motivs ist enorm wichtig. Auch deshalb haben es Smartphone-Fotografen im Sommerurlaub leichter, da die Kameras bei hellem Tageslicht die besten Ergebnisse liefern. Jedoch müssen sie darauf achten, dass sie nie direkt gegen die Sonne fotografieren (außer dunkle Silhouetten sind gewünscht), sondern das Licht immer im Rücken haben. Auch den Blitz sollte man möglichst nicht verwenden, da er eine unnatürliche Ausleuchtung erzeugt.

5. Nachbearbeitung: Weniger ist mehr

Die Authentizität ist eines der zentralen Merkmale eines Smartphone-Fotos und sollte nicht unnötig verwässert werden. Daher gilt die Regel: So viel Nachbearbeitung wie nötig, so wenig wie möglich. In manchen Fällen kann eine leichte Nachbearbeitung Sinn machen, um die Bildqualität zu erhöhen. Das gilt z.B. für standardmäßige Kontrast-, Helligkeits- oder Farbanpassungen. Diese Tools sind in Fotolia Instant bereits integriert, so dass der gesamte Prozess, von der Aufnahme über die Bearbeitung bis hin zum Upload bei Fotolia, innerhalb einer Anwendung erfolgt. Aber wie gesagt: sparsam einsetzen.

6. Filter sparsam verwenden

Fotos mit Filtern einen individuellen Look zu verleihen, ist bei Fotosharing-Apps und in sozialen Netzwerken sehr beliebt. Auf dem kleinen Smartphone-Bildschirm sehen diese Bilder toll aus, auf einem größeren Bildschirm oder gedrucktem Papier leider nicht mehr. Für Fotolia Instant sollte man als Hobbyfotograf nicht zu stark auf den Einsatz von Filtern und Effekten setzen, da sie die Bilder oft zu stark verändern und die erforderliche Qualität für den Verkauf dann nicht mehr gegeben ist. In der Fotolia Instant App sind daher auch keine Filter integriert.

7. Immer um Erlaubnis fragen

Das Recht am eigenen Bild erlaubt es jedem, darüber zu entscheiden, ob er auf einem Foto abgebildet sein möchte oder nicht. Wenn auf einem Foto jemand klar zu erkennen ist, setzt die kommerzielle Verwertung über Fotolia deshalb die Zustimmung aller abgebildeten Personen voraus. Im Bestfall fotografiert man daher Freunde oder die Familie. Die entsprechenden Einverständnis-Erklärungen, auch Model Releases genannt, kann man praktischerweise direkt in der Fotolia Instant App erstellen, vor Ort und in der App unterschreiben lassen und mit dem Foto zusammen hochladen.

8. Ausgiebig verschlagworten

Damit das hochgeladene Smartphone-Foto in der riesigen Datenbank von Fotolia unter den inzwischen ca. 30 Millionen Bildern auch von interessierten Käufern gefunden werden kann, ist eine korrekte Verschlagwortung enorm wichtig. Mit mindestens sieben Begriffen sollte das Bild möglichst präzise beschrieben und kategorisiert werden, mehr Schlagworte schaden natürlich nicht.

Wenn diese Tipps beachtet werden, können die eigenen Urlaubsfotos nicht nur zur Erinnerung an schöne Momente dienen, sondern auch noch einen schönen Nebenverdienst bringen. Dazu braucht es nur noch ein Nutzerkonto bei Fotolia. Die Anmeldung ist einfach und jederzeit kostenlos unter www.fotolia.de möglich.

Wichtige Links:

Auswahl aus der Fotolia Instant Collection: http://de.fotolia.com/Galleries/utq9d2QP9uNbZl3NoJ7eP9RV7ltNBUjv

Kostenloser Download der Fotolia Instant App (Android): http://ots.de/AZUoC

Kostenloser Download der Fotolia Instant App (iOS Version): http://ots.de/wJq7u

Über Fotolia

Die Fotolia LLC mit Sitz in New York betreibt Webseiten in 14 Sprachen in 23 Ländern und Regionen rund um den Globus und ist Europas führender Microstock-Anbieter. Ende 2004 in New York City gegründet, zählt Fotolia mehr als 30 Millionen Bilder und Videos und rund 5 Millionen Mitglieder. Im Dezember 2007 hat Fotolia als erste unabhängige Microstock-Bildagentur den Schritt in den Markt der traditionellen Bildagenturen vollzogen und die exklusiven “Fotolia Infinite Collections” mit Werken renommierter Fotografen eingeführt. Seit Oktober 2013 bietet Fotolia mit der “Instant Collection” eine eigene Plattform speziell für Bilder aus der Smartphone-Fotografie. Weitere Informationen über das Unternehmen auf www.fotolia.de.

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Ukrainische und russische Fahnen wehen an einer Insel

Schon zum 22. Mal findet das ungarische Sziget (Insel) Festival auf der Freiheits-Insel in Budapest statt. Diese Woche startet eine Welt aus Musik, Kunst und Kultur mit etwa 400.000 Besuchern an der Donau. Auf der Freiheits-Insel, mitten in Budapest gelegen und von der Donau umgeben, findet bis zum 18. August das Sziget Festival statt. Alljährlich lädt Ungarn zu einer Woche Festivalerfahrung der besonderen Art ein. Die Attraktivität geht von dem abwechslungsreichen Programm aus, welches nicht nur durch ein hochkarätiges Line-Up besticht, sondern auch an kulturellen und künstlerischen Veranstaltungen viel zu bieten hat. Somit werden den rund 400.000 Besuchern ausreichend Möglichkeiten geboten, ihre Woche in Budapest kreativ zu gestalten. Ziel der Veranstalter ist es, keine reine Konzertreihe zu präsentieren, sondern aus dem klassischen Festival- ein spannendes Urlaubserlebnis werden zu lassen. Das musikalische Line-Up reicht von internationalen Stars über Newcomer aller Musikgenres. Headliner des diesjährigen Szigets sind unter anderem Outkast, Blink-182, Casper, The Prodigy und Placebo. Neben den prominenten Acts soll jedoch verstärkt den jungen und unbekannten Musikern, vor allem aus Osteuropa, eine internationale Bühne geboten werden.

Am Eröffnungstag spielte ein Stammgast, das russische Leningrad Band. Es war schön während des Konzerts, dass in der Menge die russischen und ukrainischen Fahnen Seite an Seite flatterten. “Auf Sziget ist alles möglich. Wenn man die Brücke zum Festival überquert, man hinterlässt die Außenwelt und hier gelten andere Regeln, als in der Realität” sagt der Organisator und Gründer des Szigets, Herr Károly Gerendai.

Kennzeichnend für das Sziget ist das künstlerisch gestaltete Gelände mit Lichtinstallationen, Kunst zum Selbermachen, diverse Kulturveranstaltungen und der Sziget Beach, welcher dem Festival den nötigen Urlaubscharakter verleiht. Es wieder soweit, fast eine halbe Millionen Menschen werden eine Woche voller Kunst und Kultur erleben und das Stadtbild Budapests maßgeblich prägen.

Info: http://Szigetfest.de, http://ungarn-tourismus.de

Antibiotikum in der Reiseapotheke Durchfall ist die häufigste Erkrankung auf Reisen – warum man Medikamente von zuhause mitnehmen sollte

Durchfall stellt die häufigste Reiseerkrankung dar. Außerhalb von Europa, Nordamerika und Australien ist das Risiko fast überall erhöht. Reisemediziner empfehlen, Antibiotika für den Notfall von zuhause aus mitzunehmen: “In Dritte-Welt-Ländern sind Medikamente oft gefälscht. Deshalb sollten Fernreisende ein sicheres und wirksames Antibiotikum mit deutschem Beipackzettel im Gepäck haben”, rät Dr. Jörg Schelling vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Reisemedizin, in der “Apotheken Umschau”. Welches Präparat geeignet ist und bei welchen Beschwerden es zum Zuge kommt, sollte man mit einem Reisemediziner besprechen. Rucksacktouristen trifft Durchfall zwar häufiger als Urlauber in Hotelanlagen. Eigene Sorgfalt ist aber auch dort unverzichtbar. Selbst in guten Hotels kann Wasser verunreinigt oder das Küchenpersonal bei der Hygiene nachlässig sein.

Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

Das Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau” 8/2014 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

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Ruth Pirhalla
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Painting the Berlin Wall

The Berlin Wall has long been torn down. But there are still original pieces 25 years after the fall. In Berlin-Teltow you can even paint on them yourself.

Elmar Prost clearly has a lot of fun giving visitors tours through his Wall parkas he goes through a gap between two colourfully painted Wall pieces. Up until 25 years ago, these divided East and West Berlin from each other. There were no gaps and no possibility of getting through them. Now they are surrounded by weeds on an industrial wasteland in Berlin-Teltow.

Elmar Prost is the CEO of a company that has operated cement works in the capital. An employee came up with the idea of putting together wall pieces that had become useless after the fall into giant bulk material warehouses. A fantastic idea – the army was happy to be rid of them. After the end of the company’s activities, Prost decided to give painters the opportunity to paint the original pieces a quarter century after the fall (mauerteilebemalen.de). For six months, you can then paint a piece of the Wall on the company premises for 500 Euros and then take it with you. “Sometimes families paint together and put their piece in their garden,” Prost says. Museums and schools all around the world also show interest in the historical relics. Four colourful Wall pieces have been given in donation to in the city of Uijeongbu in divided Korea since March 2014. Close to the North Korea border, they silently remind visitors that a peaceful reunification of countries is possible.

More information: http://wall.visitberlin.com

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